Schnupper rein: Emil & die Regenbogen-Safari
Ich lasse dich in mein erzähltes Sachbuch Emil und die Regenbogen-Safari hinein schnuppern. Es ist ein erzähltes Sachbuch über die Vielfalt, Inklusion und Toleranz. Illustratorin ist Catalina Adelgoss. Viel Spaß beim Kapitel Gelb, krumm und glitschig!
Gelb, krumm und glitschig
Es dämmert und Emil steht in einem Park am Ufer eines breiten Flusses, dem Hudson River, und betrachtet sein Spiegelbild im Wasser. Er hat sich mittlerweile zu einem hübschen und flauschigen Kerlchen entwickelt. Mit seinen grünen Augen, dem schwarzen Näschen und den langen weißen Barthaaren zieht er oft Blicke auf sich. Um seine Nase herum hat er einen kecken weißen Fleck, der von samtig schwarzen Wangen umrundet ist. Sein Kopf ist relativ klein, so wie seine Ohren. Er hat ganz viel struppiges, gräulich-braunes Fell. Emil dreht sich zur Seite, denn gerne betrachtet er seinen braun-schwarz geringelten Schwanz. Den findet er besonders lustig. Oft hat er ein Lächeln im Gesicht, denn er ist ein freundliches Kerlchen. Neuem gegenüber ist er immer offen. Emil ist ziemlich flink und geschickt. Mit seiner Pfote streicht er über sein Spiegelbild im Wasser, welches daraufhin verschwimmt. Er beobachtet, wie sich das Bild unter den Wellen kräuselt. Er wartet, bis sich das Wasser wieder beruhigt. Als das Bild wieder klare Umrisse hat, entdeckt er etwas Gelbes zwischen seinen Ohren.
‚Huh, was ist das?‘, fragt er sich. Er schüttelt heftig seinen Kopf von rechts nach links. Er blickt erneut in das Wasser. Etwas Eigenartiges klebt in seinem Fell. Mit seiner rechten Pfote stupst er das kleine gelbe Etwas an.
„Stopp! Willst du mich umbringen?“, fragt das kleine Etwas Emil. Es scheint nicht von hier zu sein, denn es hat einen ganz komischen Akzent.
„Nein, aber was machst du auf meinem Kopf und wer bist du?“, erkundigt sich Emil.
„Darf ich mich vorstellen. Ich bin Diva Ermaah, ein äußerst hübsches Exemplar einer Bananenschnecke“, antwortet das kleine Etwas leicht überheblich.
„Eine Bananenschnecke, interessant. Du hast die Farbe einer Banane, aber schmeckst du auch wie eine Banane?“ Emil versucht mit seiner rosafarbenen Zunge, die Schnecke zu erreichen.
„Bist du verrückt? Weißt du nicht, dass man alle Tiere und Menschen mit Respekt behandeln muss? Lass den Blödsinn! Hat man dir keine Manieren in der Schule beigebracht?“, schreit Ermaah Emil an.
„Verzeih mir, Ermaah!“, sagt Emil.
„Für dich bin ich Diva Ermaah. Willst du dich nicht vorstellen?“, möchte Ermaah leicht genervt wissen.
„Ich bin Emil, der Waschbär. Schön dich kennenzulernen, Diva Ermaah. Sag mal, was ist eine Diva?“
„Sieh mich an, ich bin die Königin der Nacktschnecken. Der Begriff Diva kommt aus dem Lateinischen und bedeutet göttlich. Denn ich bin etwas ganz Besonderes. Besonders bewundernswert, besonders intelligent, besonders selbstbewusst, besonders talentiert, besonders langsam, besonders gelb und natürlich besonders schleimig. Soll ich fortfahren?“
Emil schüttelt kräftig mit dem Kopf. „Nein. Jetzt weiß ich, was eine Diva ist. Weißt du, meine Mutter sagt auch immer, dass ich etwas Besonderes bin. Aber wäre ich besonders, dann hätte ich auch Freunde. In der Schule war ich besonders einsam. Die anderen Waschbären waren immer gemein zu mir und lachten über mich.“
Ermaah sagt ein paar Sekunden lang nichts. Dann wendet Ermaah sich zu Emil und ihre Stimme klingt nun warm und lieb: „Emil, höre gut zu, ich kenne dich noch nicht lange, aber ich bin überzeugt, dass du außergewöhnlich bist, sonst hättest du mich schon längst vernascht. Das macht dich in meinen Augen ganz besonders!“
Emil lächelt: „Sag mal, Diva Ermaah, wie bist du eigentlich auf meinen Kopf gekommen?“
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