Meine persönliche Regenbogen-Safari
Geht es dir auch so, dass du beim Lesen eines Buches gerne mehr über den oder die Autorin wissen möchtest. Wie war dessen Kindheit und Jugend? Was prägte den Autor oder die Autorin? Welche positiven oder negativen Lebenserfahrungen hat er oder sie gesammelt? Ist diese Person eine humorvolle oder eher eine ernste Person?
Fangen wir bei meiner Kindheit an. Bei uns zu Hause ging es immer lebendig und wild zu, denn meine Geschwister und ich hatten viel Energie und viel Blödsinn im Kopf. Mein Elternhaus war Multi-Kulti und somit lernte ich früh, was Anderssein bedeutete. Vielfalt mit verbundener Akzeptanz machte uns schon früh zu sozial kompetenten Menschen.
Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in München. Die Schulzeit war für mich eher eine Qual, die Fächer Mathe und Physik waren für mich völlig undurchschaubar. Danach ging ich auf die Suche nach meiner Berufung. Auf diesem Weg landete ich im Ausland und lernte viele unterschiedliche Kulturen kennen. Im Ausland machte ich Erfahrungen mit Inklusion und Diversität auf kultureller Ebene.
Die Liebe zu Kindern hat meinen Weg schon früh geebnet. Daher entschied ich mich, Kindern und Jugendlichen Sprachunterricht zu geben – zuerst war es Englisch, dann Französisch, danach Spanisch und zu guter Letzt unterrichtete ich auch Deutsch. Die Sprachen waren und sind meine Passion. Hier fühle ich mich wohl. Kindern mit Leichtigkeit und Humor etwas zu vermitteln, wurde zu meinem Motto.
Mit meinem Buch Emil und die Regenbogensafari möchte ich Wissen, Verständnis und Toleranz vermitteln. Ich wünsche mir, dass Menschen in ihrer Vielfalt noch mehr in die Gesellschaft integriert werden. Inklusion im allgemeinen Sinne ist mir ein Anliegen. Das Ausgrenzen von Einzelnen in unserer Gesellschaft, sei es wegen einer sexuellen Orientierung, einer Beeinträchtigung oder anderer Faktoren, macht mich sehr traurig. Fehlende Bildung ist in meinen Augen der Grund für Hass und Intoleranz in der Gesellschaft. Deshalb habe ich mich entschieden, dieses Buch zu schreiben. Eigentlich ist das Buch für Kinder ab 8 Jahren. Aber es gibt viele Jugendliche und Erwachsene, die nicht genau wissen, was hinter dem Begriff LGBTQ+ steht und die beim Lesen dieses Buches viel über die Community lernen können. Es ist ebenso für alle, die einfach nur eine liebevolle Geschichte lesen möchten.
Durch meine Familie habe ich gelernt, was Toleranz bedeutet. Meine bunte Familie mit gleichgeschlechtlichen Ehen offenbarte mir, dass es Glück auch in den unterschiedlichsten Lebensgemeinschaften gibt. In unserer Familie gibt es Krankheiten, Einschränkungen und Beeinträchtigungen. Diese Familienmitglieder erfuhren oft Ausgrenzung in der Gesellschaft, das wiederum mein Schreiben beeinflusst.
Wer mich kennt, weiß dass in der Geschichte Emil und die Regenbogensafari viele Elemente meines Lebens verarbeitet wurden. Auch ich lerne immer noch dazu. Mein Ziel ist es, kindgerecht Bewusstsein für die genannten Themen zu schaffen.